Am Samstagmorgen, den 26.9., trudelten wir alle nach und nach am Bahnhof in Helsa ein, um dann möglichst pünktlich um 7:30 Uhr zu starten. Alle waren gut gelaunt, der ein oder andere aber noch ein bisschen verschlafen um die Nase. Kaum dass alle ihren Platz gefunden hatten ging die Reise auch schon los.
Unsere kommissarische 1. Vorsitzende Ulla begrüßte uns und unsere neuen Mitglieder, bevor sie noch ein paar organisatorische Dinge ansprach.
Natürlich, wie sollte es anders sein, gab es auch Frühstück an Bord. Mit leckerer Ahler Wurscht am Spieß, Käse, frischem Brot und auch noch etwas Gemüse von Gaby konnten wir dann die Fahrt genießen. Es wurde geschnuddelt, getratscht und, nicht zu vergessen, gelacht, dass der Bauch weh tat.
Gegen 10:00 Uhr kamen wir bei herrlichem Sonnenschein im Parcours der Sauerländer Bogenschützen an. Kurz noch auf dem Einschießplatz in Gruppen aufgeteilt und warmgeschossen – dann ging es auch schon los.
Einige Gruppen reisten nach Afrika, andere nach Amerika, und der eine oder andere schaute sich auch noch die Event-Runde an.

Afrika

Afrika

Afrika

Amerrika

Event
Ich selbst lief mit Thorsten, Berthold und Andreas. Also eins muss ich sagen: Bei uns stand auf jeden Fall der Spaß an erster Stelle! Unsere Treffsicherheit - naja, reden wir nicht drüber. Wie gesagt, wir hatten Spaß! Es waren aber auch gefährliche Tiere im Parcours: Schlange, Löwe, Elefant, Nashorn, Gepard, Spinne, Krokodil. Einfach nur schön und mit viel Liebe zum Detail gestellt. Sogar die Backstops passten immer zum Tier und zur Umgebung.
Als wir Afrika dann überlebt hatten, machten wir eine kleine Verschnaufpause an der Einschießstation. Dort gönnten wir uns ein kühles Getränk und machten uns dann auf den Weg zum Event-Parcours. Auch dort, kann man nur sagen, war es sehr schön.
Eines unserer Highlights war das bewegliche Ziel. Alle vier stellten wir uns in eine Reihe und warteten auf den vor uns vorbeirasenden Büffel. Kaum war er in Schussweite flogen auch schon die Pfeile. Es war so schön, dass wir es glatt noch zwei- bis dreimal wiederholen mussten. Das war schon ziemlich anstrengend.
Danach zogen wir weiter, zu den Ameisen und bis hin zum Saloon. Und wieder muss ich sagen: Was für eine schöne Station! Sogar mit richtiger Saloontür.
Ich konnte mir gar nicht merken, was wir noch so für Ziele hatten. Nur eines brannte sich bei mir im Kopf fest (kleiner Insider am Rande: Der Bär tat mir ganz schön leid).
Und zack, somit hatten meine Wegbegleiter (Gruppe) einen neuen Namen: „KLÖTENBRÜDER“.
Ehe wir uns versahen war es dann auch schon halb zwei und wir beschlossen dann zusammen, dass wir den Notausgang nutzen wollten und zurück zum Treffpunkt gehen.
Noch ‘ne kurze Schnuddelrunde am Einschießplatz, und dann ging es auch schon zum Bus, der uns zur nächsten Location, nach Dalheim ins Klosterwirtshaus, zum Essen brachte.
Ganz im Gegensatz zum Morgen war die Fahrt ziemlich still. Als ich dann mal so in die Runde schaute, sah ich doch ziemlich viele müde und hungrige Gesichter.
Der Busfahrer teilte uns dann noch mit, dass wir den Bus nach dem Essen würden wechseln müssen, da das gute Stück Kühlflüssigkeit verlor und er damit nicht zurück bis nach Helsa fahren würde - zumal schon mal gar nicht mit uns als Passagieren. Was ich ehrlich gesagt gar nicht verstehen konnte, denn schließlich waren wir eine echt lustige Truppe!
Am Klosterparkplatz angekommen machten wir uns auf den Weg zum Kloster. Dort holten wir unsere Essensaufkleber, denn man konnte entweder nur essen gehen, nur in den Klosterpark oder eine Klosterbesichtigung machen – dafür gab es unterschiedliche Aufkleber.
Am Kloster konnten wir auch noch bei schönstem Wetter auf der Terrasse sitzen, die Sonne genießen und schon das eine oder andere Schießerlebnis austauschen, bis dann das langersehnte und, ich muss sagen, wohlverdiente Essen kam.
Nach gut zweieinhalb Stunden ging es gemütlich zurück zum Parkplatz, wo schon der neue Bus auf uns wartete. Unser erster Bus musste leider abgeschleppt werden.
Schnell machten wir noch unser traditionelles Gruppenfoto und dann hieß es auch schon: Einsteigen, wir fahren los!
Nun ja, was soll ich sagen: Die Fahrt fing ziemlich ruhig an. Bis dann - ich will ja keinen Namen nennen - einer meiner KLÖTENBRÜDER meinte, er müsse einen Schnuckedeckel als Frisbee zu mir zu werfen. Seine Ansage: "Du musst zum Nächsten werfen und sagen, wie du heißt!" Na, nichts leichter als das! "Ich heiße Tanja und liebe Umarmungen!" Und schon war es keine leise Fahrt mehr. Was den einen oder anderen jedoch nicht bei der Augenpflege störte. (Dennoch bin ich der Meinung, dass wir beim nächsten Mal das Singen und Musizieren mal probieren sollten.)
So verging die Heimfahrt auch wie Flug, und ruckzuck waren wir wieder in Helsa am Bahnhof, wo unsere - mal wieder vollauf geglückte, lustige und verrückte - VEREINSFAHRT begonnen hatte.
Schnell wurde sich noch verabschiedet mit den Worten: „Es war so schön, ich bin so kaputt.“
Tanja