Vordereggers zum Zweiten!

Am 29. Mai 2019, 18:34 Uhr war es wieder so weit: Karin und Dietmar Vorderegger betraten erneut hessischen Boden, um in den kommenden vier Tagen sogar zwei Seminare bei den Feldbogenschützen aus Kassel-Helsa zu halten.

Los ging’s am Donnerstagmorgen mit einem komplett ausgebuchten Aufbauseminar. Neben dem 'harten Kern' der heimischen Schützen setzte sich der Teilnehmerkreis diesmal auch zur Hälfte aus Gästen aus dem nahen und fernen Umland zusammen. Erwähnenswert ist, dass das Aufbauseminar fast nur aus männlichen Teilnehmern bestand, beim Basisseminar dominierten die Frauen.

Auf eine kurze Vorstellungsrunde (und den obligatorischen Mozartkugeln für alle Teilnehmer) folge ein etwa halbstündiger Theorieteil, bevor in der Halle die Schusstechnik und das richtige Ankern überprüft wurden. Dann ging’s raus in den Parcours.

Mit einem Fünf-Punkte-Plan motivierte Dietmar Vorderegger die Teilnehmer dazu, das Beste aus ihren persönlichen Schusstechniken herauszuholen: nach der Geländeanalyse und der Auswahl eines Zielpunktes ('Pick a Spot') folgte der 1. Schuss, die Fehleranalyse und schließlich die entsprechende Fehlerkorrektur.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde dann gezielt Wert darauf gelegt, die persönliche "Wohlfühlzone" der einzelnen Teilnehmer herauszufinden und diese zu verlassen; galt es doch, nahtlos vom intuitiven Schießen zum Systemschießen überzuleiten. So mancher 'innerer Schweinehund' musste dazu besiegt werden, mehr als ein "Aha-Effekt" entschädigte aber für die Anstrengungen. Am Ende des Tages war sich jeder Teilnehmer sicher, dass auch der beste Schütze noch so manchen lernen konnte.

Der Freitag stand dann ganz im Zeichen der Verfeinerung des Gelernten, wozu auch eine intensive Videoanalyse der Schuss- und Ankertechniken gehörte. Dann ging es noch einmal auf den Parcours, diesmal aber in Kleingruppen. Hier verrieten Karin und Dietmar weitere Tricks, die ein effektives Schießen im Gelände ermöglichen.

Den Abschluss des ersten Seminars bildete dann eine Feedbackrunde, bei der jeder Teilnehmer – nicht ohne Stolz – sein Teilnahmezertifikat entgegennehmen durfte.

Das Basisseminar am Samstag und Sonntag verlief nicht minder erfolgreich, wenn auch etwas entspannter, da die Teilnehmerzahl hier nicht ganz so hoch war, wie an den Tagen zuvor. „Um so besser“, dachte sich sicher der eine oder andere Teilnehmer (respektive Teilnehmerin) – „so bleibt mehr Vorderegger für mich!“

Über den genauen Inhalt/Ablauf des Seminars sei auf den Bericht vom letzten Jahr verwiesen. Es soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass das Highlight des ersten Tages sicher der Robin Hood-Schuss von Dietmar gewesen ist. Auch wenn dieser diesen eher lapidar mit den Worten kommentiert hat, dass ihm so etwas „leider öfter“ passiert.

Nach vier lehrreichen Tagen waren sich alle Teilnehmer einig, dass es lohnenswerte Tage gewesen sind, bei denen man viel gelernt hat, in denen aber sicher auch die eine oder andere neue Freundschaft geschlossen wurde.

Und dass sowohl die Organisation als auch das Zulassen 'externer Teilnehmer' einstimmig gelobt wurde, erfüllt nicht nur den Verfasser dieses Artikels mit Stolz. Bleibt zu hoffen, dass in einem Jahr hier ein weiterer Artikel erscheinen wird, welcher dann vielleicht von einem 'Experten-Seminar' handelt. Wir werden sehen…