Neuigkeiten

2011-10-09 20:30

Turnierbericht

Die 6. Gebirgsjagd in Willebadessen. Goldener Oktober für Feldbogen Kassel.

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2011-10-05 11:30

Turnierbericht

Mein erstes Bogenturnier (Die Celler Herbstjagd)

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Termine

25.02.2012 - 04.03.2012 Messe 2012
14.04.2012 3D Frühlingsrunde
Parcoursbericht L’Altana del Motto Rosso

UPDATE!

Dieses Mal haben wir in Italien Sylvester gefeiert und die erste Januarwoche dort verbracht.

Am 3. Januar bot sich bei strahlendem Wetter die Möglichkeit, wieder mal nach Gattico zu fahren. Kurz vorher bei Marco Caminati angerufen, da er meine Mail zwar beantwortet hatte, diese Adresse aber nicht von unserem Reiseschleppi abgefragt wird. Wir waren willkommen. Also den Bogenkram eingesammelt. Ein bisschen Proviant dazu und ab nach Gattico.

Nach der Ankunft und wie immer freundlichen Begrüßung kurz bezahlt, den Wettkampfpass vorgezeigt, die Fundpfeile durchstöbert und ab auf den Parcours. Marco gab uns noch den Hinweis, dass er umgestellt habe. Der Parcours wird jetzt im Uhrzeigersinn begangen. Tatsächlich war das letzte Ziel nun das Erste. Die Tiere dort waren ausgetauscht, irgendwie aber ein kleiner geworden….

Danach ging es ins Unterholz und tatsächlich fanden wir an Ziel 4 schon das Erste von vier beweglichen Zielen. Der Keiler dort bewegt sich von einer Schiene geführt auf den Bogenschützen zu. Der Schuss soll erfolgen, wenn sich das Ziel zwischen zwei Markierungen  befindet. Keine leichte Aufgabe, wenn man nur statische Ziele gewohnt ist!

Ein weiteres bewegtes Ziel war ein sich quer zum Schützen bewegender Überläufer. Der war an einem Seil aufgehängt, welches sich auf und ab bewegen konnte. Im rechten Moment „duckte“ sich der Überläufer unter dem Pfeil…  Zwischendrin pendelt irgendwo auch noch ein Uhu. Ein Wildschwein ist das alte bewegte Ziel 23. Der Bock (Pferdeattrappe) war nicht in Betrieb. Die Standfläche auf dem Hochstand war erneuert worden. Das zerbröselnde Reh vom letzten Mal ruht nun in den ewigen Jagdgründen. Im Parcours wurden die Tiere nicht nur ausgetauscht, der Parcours wurde komplett umgestaltet! Die Ziele waren anspruchsvoll gestellt. Entfernungen waren gut zu bewältigen, also nicht so zielschonend, wie in manch anderem Parcours!

So kurz nach Weihnachten wärmten rote Mützen die Köpfe vieler Tiere ;-). Für uns bestes T-Shirt Wetter, wie man auf den Bildern sehen kann. Diesmal liefen wir gegen Ende des Parcours auf eine Gruppe italienischer Bogensportler auf. So war man nicht allein im Parcours! Wir hatten wieder eine Menge Spaß an diesem gepflegten Parcour.

Bei der Verabschiedung erzählte mir Marco Caminati noch, dass in einem der beiden Nebengebäude eine 25m Indoor Bahn geschaffen wird, sodass bei schlechtem Wetter auch innen geübt werden kann. Dies dürfte überwiegend für seine bogensportlich ambitionierten Feriengäste interessant sein.

 Wir haben uns für die Osterferien wieder angekündigt und freuen uns wieder auf L´Altana del Motto Rosso!

http://www.altanadelmottorosso.it/index.php

Nach dem Bericht in der TB 58 über den italienischen Parcour L’Altana del Motto Rosso besuchten Wolf und ich diesen Parcours während unseres Osterurlaubes 2011.

Die Touristen hatten den Lago Maggiore noch nicht erreicht und die Region lag noch in den Vorbereitungen für den zu Ostern erwarteten  Ansturm zum Saisonbeginn.  Am 20. April war es dann soweit. Wir fuhren am Ostufer des Lago Maggiore hinunter nach Arona, bogen dort nach rechts ab in Richtung Borgomanero und folgten schließlich  den Schildern nach Gattico. Das Örtchen Gattico liegt in einer leicht hügeligen, typisch norditalienischen Landschaft. Dort war das Centro Agriturismo ausgeschildert, welches am Ortsrand liegt. Die Koordinaten für den Parkplatz aus der Abspeicherung in meinem Navi lauten: 45,70085° N und 8,51020° O.

Wir erreichten den noch im Bau befindlichen Bauernhof und wurden vom etwas überraschten Besitzer Marco Caminati - selbst Langbogenschütze (Selfbow) - freundlich begrüßt. Ob wir etwas Essen wollten? Nein; als er unsere Köcher sah, war alles klar! Unser Ziel war der Parcours!

Meine Frau entschloss sich spontan mit Kinderwagen und den beiden kleineren Kindern den Parcours mit zu gehen. Die Terrasse lud zwar zum Verweilen ein, aber es schien noch keine Verzehrmöglichkeit zu bestehen. Während der Woche ist es sinnvoll vorher anzurufen, falls man etwas essen möchte.

Wer nicht italienisch kann sollte zumindest über Englischkenntnisse verfügen, dann ist eine relativ problemlose Verständigung mit dem Besitzer möglich. Deutsch ist hier nicht die beste Wahl. Ein gesundes,  lustiges Kauderwelsch aus Italienisch, Englisch und Deutsch hilft aber weiter und macht Spaß! Otto, der Dackel des Hauses, kommt übrigens aus München, versteht also wenigstens bayrisch und italienisch ;-)

Doch nun zum Parcours:

Bei diesem Parcours benötigt der Betreiber einen Nachweis über die Mitgliedschaft in einem deutschen Bogensportverein! Dieser Parcours ist in Privathand. Vereinseigene Parcours  können anscheinend in Italien nicht ohne Weiteres begangen werden.

Einen Parcoursplan gibt es nicht. Dafür eine Grobskizze, die allerdings auf der Terrasse liegenblieb. Schuss eins haben wir auf dem Weg zum Hochsitz zunächst nicht wahrgenommen und zum Schluss geschossen. Der nun zweite Schuss ist der in der TB beschriebene Schuss vom Hochsitz auf den 60m entfernten Bären… 

Nun ja, der Hochsitz ist wegen einer Baustelle für ein Nebengebäude versetzt worden und der Bär ist auf den Parcours geflüchtet. Statt seiner steht eine Gruppe aus drei Rehen in einer geschätzten Entfernung von ca. 35 – 40 m auf der Wiese. Danach geht es an einem kleinen Bach entlang in den Parcours. Ziel 3 ist dann ein sitzender Bär; der stehende Bär steht mitten im Parcours. Die Wege sind mit Markierungsbändern gekennzeichnet. Die Ziele sind teils in Gruppen gestellt und bieten immer interessante Szenen. Immer wieder halten wir an Stationen an und sind begeistert von der Aufstellung der Ziele. „Was für ein toller Schuss!“ ist mehrfach von uns zu hören! Dabei stehen die 24 Ziele für meinen lahmen 35-pfünder Langbogen manchmal ganz schön weit… Häufig sind die Tiere in einer aus Bäumen gebildeten Gasse gestellt. Bei der Aufstellung in Gruppen können Zweige die Sicht und den Pfeilflug behindern. Die Ziele sind durchaus anspruchsvoll aufgestellt. Dabei kommt der Spaß am Bogenschießen aber nie zu kurz!

Das Gelände ist sehr gut begehbar. Die Wege und Pfade sind freigeschnitten. Steigungen und Gefälle halten sich im üblichen Rahmen. An steilen Stellen sind Halteseile gespannt. Klettern muss hier niemand! Ich kenne inzwischen einige Parcours in Deutschland, die erheblich unsicherer begehbar sind!  Festes Schuhwerk ist hier allerdings empfehlenswert, da an einigen Stellen Brombeerranken nach den Füssen angeln. Meine Frau kann mit dem Kinderwagen – wir haben eine dreirädrige Version mit großen Rädern - auf den Fahr- und Spazierwegen weiterziehen, während wir unsere Pfeile ziehen bzw. auflesen und den mit Markierungsbändern gekennzeichneten Pfaden folgen. Bei jeder Station steht ein Schild mit Angaben zum Ziel. An längeren Wegabschnitten sind Wegweiser zum nächsten Ziel aufgestellt. Wir finden an allen Abschusspflöcken einen sicheren Stand. An einem Pflock war extra ein Plateau gebaut worden.  Die Ziele sind größtenteils wenig beschossen.

Das Gelände ist nach außen hin eindeutig durch Hinweisschilder als privates Bogensportgelände gekennzeichnet.

Dieser Parcours hat derzeit 3 Höhepunkte:

Es sind zwei bewegliche Ziele vorhanden. Ein Falke kann an einem Seil durch das Schussfeld fliegen und an anderer Stelle huscht ein Javalina durch die Pfeilflugbahn. Das Ziel 14 ist als Schuss von einem Holzbock (Pferdeattrappe) angelegt. Hier können zwei Ziele, ein Luchs und ein Wolf, geschossen werden. Dies ist sowohl für Links- und Rechtshandschützen machbar!

Nach einem tollen Tag kommen wir wieder am Hof an. Wolf hat 2 Pfeilschäfte auf dem Parcour zerschossen, meine Pfeile waren vollzählig und intakt.

Dieser Parcours kann unabhängig von den italienischen Feiertagen (Festivi und Semifestivi) begangen werden. Auch über Ostern ist hier der Parcoursbetrieb möglich. Einzige Ausnahme ist das diesjährig am 26. April stattfindende Turnier des italienischen Bogenverbandes, zu dem wir herzlich eingeladen wurden! Nächstes Jahr nehme ich meinen stärkeren Bogen mit. Dann machen wir es vielleicht…

Wolf und Marc Prillwitz